Tabelle 2: Empfohlene antivirale Medikamente zur Prophylaxe der Influenza
|
|
|
|
|
|
|
|||
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|||
|
Amantadin |
Kinder 1-9
Jahre Kinder Erwachsene Bis
64 Jahre Erwachsene Ab
65 Jahren |
2mal
tägl. maximal
50mg/Tag
über
100mg/Tag
über 1mal
tägl. 100mg/Tag
über |
Nur
bei Influenza A wirksam! Gegenanzeigen:
Herzinsuffizienz u.a. Nebenwirkungen
beachten! Dosisreduzierung
bei ein- geschränkter Nierenfunktion. Schnelle Resistenzentwicklung ! (siehe
auch Fachinfo!) |
*
Zulassungsverfahren in Vorbereitung
Zur medikamentösen Prophylaxe
sind in Deutschland Oseltamivir und Amantadin zugelassen. Ein entsprechendes
Zulassungsverfahren für Zanamivir ist in Vorbereitung. Die Wirksamkeit der
Neuraminidase-Hemmer liegt bei 80-90%, wenn Postexpositionsprophylaxe betrieben
wird. Werden die Präparate zur saisonalen Prophylaxe bei nichtgeimpften
Personen angewendet, kommt es zu einer Reduktion der Erkrankungshäufigkeit um
70-90%. Die Chemoprophylaxe mit einem Neuraminidase-Hemmer ist allerdings kein
Ersatz, sondern eine wirkungsvolle Ergänzung der Immunprophylaxe. Während einer
Influenzaepidemie bestehen folgende Indikationen zur medikamentösen Prophylaxe:
Postexpositionsprophylaxe: ungeimpfte Personen nach
engem Kontakt mit Erkrankten, wenn innerhalb von 48 h mit der Chemoprophylaxe
begonnen werden kann.
Saisonale Prophylaxe:
nur zu erwägen, wenn die im Impfstoff enthaltenen Virusstämme nicht mit den
zirkulierenden Viren übereinstimmen, insbesondere im Falle einer Pandemie.