zur
Bekämpfung der Viruskrankheiten e.V.
Prof.
Dr. med. Peter Wutzler
Hans-Knöll-Straße
2
Hannover, 05.09.2005. Die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Viruskrankheiten e.V. (DVV) gründete am 05. September 2005 in Hannover den DVV-Fachausschuß „Influenza“, um mitzuhelfen die drohende Gefahr der Verbreitung von Grippeviren einzudämmen.
Zu den ersten Initiativen des Fachausschusses, dem VertreterInnen öffentlicher Gesundheitsbehörden, Ministerien, Hygieniker und Virologen, aber auch Gewerkschaftsvertreter und Arbeitsmediziner angehören, gehören vielfältige Aktivitäten, um die Impfrate bei Personal im Gesundheitswesen- vor allem auch in Krankenhäusern- deutlich zu steigern. Studien zur Impfrate haben ergeben, daß ausgerechnet beim Krankenhauspersonal immer noch große Defizite existieren: Nur acht bis 14 Prozent der Krankenschwestern, Pflegekräfte und Ärzte gehen regelmäßig zur Grippeschutzimpfung. Im Bundesdurchschnitt hingegen sind es 25 Prozent der Bevölkerung, in den klassischen Zielgruppen (chronisch Kranke, ältere Menschen) sogar mehr als 50 Prozent.
Die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Viruskrankheiten e.V. will mit gezielten Aktionen deutlich machen, dass ein umfassender Schutz gegen Grippe ein Qualitätsmerkmal für Krankenhäuser ist, auf das die Patienten zunehmend achten werden: Personal mit Impfschutz kann das Virus nicht auf die pflegebedürftigen „Kunden“ übertragen. Aber auch nicht mehr auf eigene Familienangehörige.
Neben der Kommunikation in die Krankenhäuser und Betriebe steht auch die Forschung im Vordergrund. Studien sollen den „Benefit“ einer Grippeschutzimpfung für verschiedenen Subgruppen wie zum Beispiel für junge und gesunde Menschen aufzeigen. Eine weitere wissenschaftliche Untersuchung wird die Grippe als vielfältige Todesursache unter die Lupe nehmen: Patienten, die in der Grippesaison an Herz-Kreislauf-Krankheiten oder Lungenentzündungen gestorben sind, sollen mit Hilfe von Speziallaboratorien gezielt auf das Vorhandensein von Grippeerregern untersucht werden. Fragen nach Komplikationen, ausgelöst durch eine Grippeschutzimpfung, stehen ebenfalls auf der Agenda: Die vermeintlich hohe Zahl von „Impfschäden“ sind ein Hauptargument der Impfgegner. Hier soll die Wissenschaft im Auftrag der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten e.V statistische Basisdaten liefern, um die Diskussion zu versachlichen.
Weitere Informationen zur Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten e.V. erhalten Sie auf der Homepage http://www.dvv-ev.de/ oder vom Präsidenten der DVV, Prof. Dr. med. Peter Wutzler, unter Telefon 03641 / 65 73 00.