Die Kommission wurde gemeinsam
mit der Gesellschaft für Virologie (GfV) e. V. aus aktuellem Anlass mit
folgender Zielsetzung berufen:
a) Sichtung
der Aktivitäten zur Abwehr bioterroristisch auftretender Viruskrankheiten in
Deutschland
b) Aufstellung
eines Kataloges von geeigneten wissenschaftlich-ärztlichen Maßnahmen gegen
einen virologischen Bioterrorismus.
Zur Bearbeitung bzw. Koordination
dieser Aufgaben wurden am 30. Januar 2002 in Frankfurt/M, am 10. April 2002 in
Erlangen und am 20. September 2002 in Greifswald Sitzungen abgehalten.
Zusammenfassend wurde Folgendes erreicht:
1) Listung
der Institutionen, die sich mit Bioterrorismus befassen (PD Dr. Caspary, Brandenburg)
2) Listung
von bioterroristischem Material (analog der CDC-Liste)
3) Liste von
Laboratorien zur Früh- und Bestätigungsdiagnostik (bei RKI)
4) Zusammenstellung
der therapeutischen Optionen (Prof. Wutzler, Jena)
5) Desinfektionsmittelliste
(bei RKI)
6) Liste von
Krankheitsfalldifinitionen (bei RKI)
7) Zusammenstellung
der „Best Practices in Vaccine Production for Smallpox and other Potential Pathogens“ im Abstract-Band
einer Tagung im PEI (5.-6. Sept. 2002)
8) Ausarbeitung
von informierenden Schriftsätzen über Pocken von Prof. Thomssen, Göttingen,
über das diagnostische Vorgehen bei Pocken (Dr.Günther, Hamburg, und Dr. Meyer,
München) und über virale hämorrhagische Fieber (Dr. Günther, Hamburg, und Prof.
Klenk, Marburg)
9) Weitere Veröffentlichungen zum Thema s. in
Med. Microbiol. Immunol. Vol. 191/2; 2002 (Feldmann et al. )
Inszwischen hat das RKI eine
Reihe von Ausschüssen gebildet, die sich mit den zuvor genannten Problemen und
Aufgaben weiter befassen. Die DVV wird dabei durch Prof. Zeichhardt, Berlin,
vertreten. Die Tätigkeit der Kommission wird gemeinsam mit der GfV unter
Leitung von Prof. Klenk, Marburg, weitergeführt.