DVV
Deutsche Vereinigung
zur Be
kämpfung der Viruskrankheiten e. V.


 

 

 

Kommission DVV / GfV “HIV-Infektion bei med. Personal“

Vorsitzender: Prof. Dr. H. F. Rabenau (Frankfurt/M.)

 

 

Folgende Mitglieder wurden in die Kommission berufen:

 

Prof. Dr. H. F. Rabenau, Frankfurt/M (Vorsitzender)

e-mail:Rabenau@em.uni-frankfurt.de - Virologie

 

Frau PD Dr. Dr. S. Wicker, Frankfurt (stellvertretende Vorsitzende)

e-mail:Sabine.Wicker@kgu.de - Arbeitsmedizin

 

Prof. Dr. Dr. R. Gottschalk (Frankfurt/M) - ÖGD

Prof. Dr. L. Gürtler (München) – Virologie

Frau Dr. A. Haberl (Frankfurt/M) – Nationaler AIDS-Beirat / Deutsche AIDS-Gesellschaft

Dr. O. Hamouda (Berlin) - Epidemiologe, Robert Koch Institut (RKI)

Dr. H. Himmelreich (Frankfurt/M) - Chirurgie, Notfallmedizin

Dr. K. Korn (Erlangen) – Nationales Referenzzentrum HIV

Prof. Dr. T. Mertens (Ulm) – GfV-Präsident

Dr. K. W. Schmidt (Frankfurt/M) - Ethiker

Dr. S. Schmiedel (Hamburg) Infektiologie

Frau Dipl. soz. päd. G. Wirz AIDS-Hilfe

Prof. Dr. P. Wutzler (Jena) DVV-Präsident

 

Ständige Gäste:

Prof. Dr. A. Spickhoff (Göttingen) – Jurist

 

 

Die konstituierende Sitzung der Kommission fand am 11.7.2011 in Frankfurt statt.

 

Die Zusammensetzung der Kommission ist so gestaltet, dass eine umfassende interdisziplinäre Arbeit möglich ist. Durch die Limitierung der Mitgliederzahl auf 12 bis max. 15 Personen soll eine möglichst effiziente Arbeit gewährleistet werden.

 

 

Aufgabe und Ziele der Kommission:

Ziel ist es Empfehlungen zum Umgang mit HIV-infiziertem medizinischen Personal zu erstellen - analog wie dies bereits vor Jahren für HBV- und / oder HCV-infiziertes medizinisches Personal durch die DVV und GfV erfolgt ist.

 

 

Hintergründe:

HIV-infiziertes medizinisches Personal muss so eingesetzt werden, dass von ihm keine Gefährdung für die betreuten Patienten ausgeht. Empfehlungen der Bundesärztekammer und des BMG zum Einsatz von HIV-infiziertem medizinischen Personal stammen noch aus dem Jahre 1991 und bedürfen einer Aktualisierung unter Berücksichtigung neuer Erkenntnisse und Therapiemöglichkeiten. Die langjährige (z. T. auch „politisch“ motivierte) HIV-„Sonderstellung“ unter den durch Blut übertragbaren Virusinfektionen (HBV, HCV, HIV) könnte damit abgebaut werden.

Die amerikanische SHEA (Society for Healthcare Epidemiology of America) hat 2010 eine Richtlinie zum Umgang mit HIV-infiziertem medizinischen Personal publiziert (Henderson DK, et al. SHEA Guideline for Management of Healthcare Workers Who Are Infected with Hepatitis B Virus, Hepatitis C Virus, and/or Human Immunodeficiency Virus. Infect Control Hosp Epidemiol 2010; 31: 203-232). Darin werden erstmalig tätigkeitsbezogene Grenzwerte für die HI-Viruslast festlegt.

Auf Grund unterschiedlicher Rechts- und Organisationsstrukturen ist die amerikanische Richtlinie nicht in vollem Umfang in Deutschland umsetzbar. Daher wird es Aufgabe der Kommission sein interdisziplinär unter Zugrundelegung aktueller Erkenntnisse und Einbindung relevanter Fachgesellschaften und Organisationen eine für Deutschland umsetzbare, praxisnahe Regelung erarbeiten.

Eine Empfehlung in Deutschland zur HI-Viruslast für HIV-infiziertes medizinisches Personal wäre sowohl für die Sicherheit des betroffenen Mitarbeiters als auch für die Patientensicherheit sinnvoll.

 

 

 

 

Gestaltung und Realisierung dieser Homepage>
riegger@r-km.de   www.r-km.de
Links zu anderen Einrichtungen der Virologie ۩